Nemo

 

Seit Tagen im Untergrund, dreh meine Kreise, dies ist der Beginn einer ziellosen Reise
die Welt da oben hat mir nichts mehr zu geben, ihr fehlt jede Rücksicht und Achtung vorm Leben
600 Quadratmeter Kabel und Stahl, erforschen die Meere, jeden Berg, jedes Tal
jede Höhle, jeden unentdeckten Fleck, bin gespannt was sich hier noch so alles versteckt

beweg mich durch Schluchten wie ein streunendes Tier, schleich um die Ecken und steh leise Spalier
pirsche durch Felsen, Höhlen und Spalten, begegne so manschen abstrusen Gestalten
ziehe meine Schlüsse, kombiniere die Fakten und leg dann alles sortiert zu den Akten
wonach ich suche weiß ich selbst nicht genau, Fragen um Fragen, die Welt grau in grau

Willkommen auf der Arche der geistig Entrückten, der Querdenker und der vom Leben verzückten
all derer, die das Pech magisch anziehen, planlos und ratlos und einsam durch’s Land ziehen
geht’s dir genau so, dann lade ich dich ein, ein Teil meiner treuen Besatzung zu sein
ein Haufen verträumter Idealisten, geflohen vor dem Hass und der Macht der Faschisten

komm an Board, die Reise beginnt, betrachte die Welt wie ein staunendes Kind
wir wandeln auf Pfaden vergessener Zeiten, mach dich bereit diesen Weg zu bestreiten
den ausser uns noch kein Auge erblickte, wir suchen nach Schätzen und alten Relikten
vergangener Völker, begrabene Mythen, die die Tiefen der Meere seit Uhrzeiten hüten

Hier unten ist es zu wunderbar still, diese Ruhe ein lang vermisstes Gefühl
dort oben haben sie uns nur unterdrückt, doch damit ist Schluss denn wir schlagen zurück

für jedes Volk das ihr knechtetet werden wir uns rächen
es ist an der Zeit alle Regeln zu brechen
zuerst waren’s die Juden und jetzt der Islam
ihr braucht immer ein Feindbild, ihr kotzt mich so an
lasst euch gesagt sein, bis hier und nicht weiter
falls ihr heil hier raus kommt, erklärt euer Scheitern
Nemo, mein Name, prägt ihn euch ein
die Nautilus wird euer Untergang sein
noch bevor ihr das Tier in der Tiefe erblickt
hat es euch schon zum Grunde des Meeres geschickt
erhebt eure Waffen, nützen wird’s nichts
wenn das stählerne Monster durch die Wellen bricht
ist es aus mit euch und eurem hölzernen Kahn
jede Aussicht auf Hoffnung hab ihr längst vertan
habt gemordet aus Habgier, besessen von Macht
habt der Welt nichts als Kummer und Elend gebracht
und jetzt macht euren Frieden und zählt laut bis zehn
das Ende ist nah, es wird Zeit zu gehen
das Gute wird siegen, die Freiheit ist unser
vergesst eure Werte oder geht damit unter